2009

„Khetane“ – das Sprechnetzwerk

Projekt von Michaela Zingerle und Christa Ecker-Eckhofen

Gebrauchte Telefonkabel und Häkelnadeln sind unser Werkzeug für ein Projekt, wo sich mindestens zwei Menschen treffen, um scheinbar „Unsinniges“ zu tun und sich dabei (verbal und nonverbal) unterhalten.

Die gebrauchten Telefonkabel, die bereits viele Menschen miteinander verbunden haben und durch die unzählige Informationen geflossen sind, werden auch nun wieder als Kommunikationsmittel eingesetzt. Diesmal jedoch stehen wir in direkter Beziehung zueinander und kommunizieren „face-to-face“.

Ausgehend von Graz-Eggenberg wandern wir im Laufe eines halben Jahres in Form einer Häkelrunde in Richtung Gleisdorf, dabei „verkuppeln“ und verdrahten wir Menschen miteinander. Diese kommunikative Wanderung wird von uns dokumentiert. Die polymorphen Häkelarbeiten, die sich aufgrund der gestalterischen Freiheit erst bilden, werden im „MIR“ (Museum im Rathaus) in Gleisdorf gemeinsam mit der Dokumentation ausgestellt.

Kabelsalat

Khetane in der Schule

Khetane geht auf Reisen

Khetane im Abbey

Khetane im MIR

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Markusweg – „Entschleunigung“

Vorgabe für die dritte Station des Weges von Allerheiligen bei Wildon nach St. Ulrich am Waasen war das Gleichnis vom Wachsen der Saat (Markusevangelium 4, 26-29). Thema der Station war „Mein Leben entschleunigen“ Das Konzept für die Umsetzung war folgendes:

Das Rad, welches üblicherweise der Beschleunigung dient, wird segmentiert und versinnbildlicht damit die Entschleunigung. Das Objekt lädt ein zu verweilen. Insgesamt gibt es fünf Segmente, eines für jedes Stadium des Wachstums: Same, Keimlich Halm, Ähre und Reife. Aus dem Samen in der Erde entstehen wieder Samen. Dieser Zyklus wiederholt sich unentwegt, weshalb die Elemente im Kreis angeordnet sind. Die Räume zwischen den Elementen stellen die Zeit dar, die während der Wachstumsstadien vergeht. Durch die Verwendung des dunkelroten Tons wird eine Verbindung zur „Terra Rossa“, der Bodenfarbe in Palästina hergestellt.

Christa Ecker-Eckhofen

Markusweg - Entschleunigung

Christa Ecker-Eckhofen

Markusweg - Detail

Franz Kremser

Markusweg - die "Besetzung"

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Budislaviceva Nr. 20

Die Grundfeste des Hauses in Trogir (Kroatien) sind ca. 1000 Jahre alt. Die Grundbuchsaufzeichnungen des Hauses Budislaviceva Nr. 20 gehen zurück auf das späte 19. Jahrhundert.

Das Objekt besteht aus ca. 400 Porzellanteilen und spiegelt die Geschichte des Hauses wider. Die Plättchen in der Mitte des Objektes sind mit den Namen der VorbesitzerInnen und der derzeitigen Eigentümerin des Hauses beschriftet, der obere und untere Teil des Objektes ist leer. An der Wand daneben hängen Auszüge des Grundbuchs.

Christa Ecker-Eckhofen

Budilsaviceva 20

Christa Ecker-Eckhofen

Budislaviceva 20

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